Mittwoch, 10. Juni 2015

Eltern sein dagegen ...

Vor ein paar Jahren war ich auf einer wirklich romantischen Hochzeit. Es wurde unter freiem Himmel gefeiert, es wurden Ringe getauscht, es gab wunderbare Musik und tolle Reden. Die beiden strahlten mit der Sonne am Himmel um die Wette. Zwei Menschen, die sich lieben, haben sich geschworen, für immer zusammen zu bleiben, füreinander einzustehen, eine Familie zu werden. Bei ihnen zu Hause ist es heimelig und zum Wohlfühlen schön. Es gibt immer was zu lachen, aber auch für ernste Gespräche ist Platz. Der Garten ist liebevoll gepflegt, in der Küche werden wahre Meisterwerke gezaubert. Die beiden wären sicherlich großartige Eltern. Ich würde ihnen unseren kleinen Wirbelwind jederzeit anvertrauen und bin mir sicher: Bei diesen beiden Jungs wäre er großartig aufgehoben.

Vor ein paar Jahren habe ich ein anderes Paar kennengelernt, bei dem ich schon damals den Eindruck hatte, dass es in der Beziehung knirscht. Natürlich kann man oft schlecht hinter die Kulissen blicken. Sicherlich gab es gute Gründe für die beiden, zu heiraten, und bei der Hochzeit wirkten beide sehr entspannt und glücklich. Diese beiden sind inzwischen auch Eltern - und an einem Punkt, an dem man sich als Außenstehender manchmal fragt, ob die Familienplanung wirklich eine gute Idee war. Es kracht immer wieder, es ist laut, es ist chaotisch, es hängt oftmals Spannung in der Luft. Vielleicht ist das nur die Show vor Publikum. Vielleicht läuft es in der Familie sonst ganz anders. Aber unseren Kleinen würde ich eher nicht dorthin geben.

Und dann stellt sich wirklich die Frage, ob nur Heteropaare gute Eltern sein können.

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